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5 Praktische Tipps, wie du die Angst vorm Hosen nähen überwindest

“Hosen nähen, wie kompliziert!” – das denken viele nähbegeisterte Frauen. Und das, obwohl sie schon alles Mögliche genäht haben. Dabei gibt es Hürden, die eigentlich keine sein müssen und andere, die real sind.

Eine wirkliche Hürde, die nicht mal eben zu beseitigen ist, ist die Schnittanpassung. Dafür braucht es ein System mit Erfahrung. Aber es gibt Dinge die schwer erscheinen und leicht zu überwinden sind. Damit du Lust zum Hosen nähen bekommst, möchte ich heute davon erzählen.

Wenn du gerade erst mit dem Hosen nähen anfängst, ist es gut, wenn du ein Schnittmuster nimmst, dass für dich einfach ist. Eine locker sitzende Hose z.B. braucht weniger Anpassungen. Außerdem ist die richtige Größe wichtig. Die genaue Schritt für Schritt Anleitung bekommst du ganz unten im Beitrag.

Plane beim Zuschneiden Reserven ein

Es ist immer gut, wenn du beim Zuschneiden genügend Nahtzugabe dazu gibst. Auch wenn die Hose schon erprobt ist, jeder Stoff ist anders und es kann immer sein, dass du einen Tick mehr Weite brauchst. Mit dieser Reserve wirst du auch weniger Angst beim Zuschneiden haben, es wird kein Roulette-Spiel ob die Hose später passt.

An der Schrittnaht darfst du nur wenig dazugeben, weil die Hose sonst in der Rundung spannt und sich Zugfalten bilden. Du kannst aber an der Hinterhose, oben zur Taille hin, 4 cm Nahtzugabe dazugeben und nach unten, zur Rundung, auf 1 cm auslaufen lassen. Dann hast du für die Bundweite auf jeden Fall Reserve.

Genauso in der Länge, gib hier ruhig reichlich dazu. Es ist super-ärgerlich, wenn‘s oben passt und unten zu kurz ist. Ganz oben an der gesamten Bundlinie gibst du auch mehr dazu, dann hast du die Möglichkeit den Bund auf deine Lieblingshöhe zu bringen. In der folgenden Tabelle siehst du die Zugaben, die ich gerne nehme:

Nahtzugabe Seitennaht2 cm
Nahtzugabe Innenbeinnaht2 cm
Nahtzugabe Schrittrundung vorne1 cm
Nahtzugabe Schrittrundung hinten unterer Bereich 1 cm
Nahtzugabe Schrittrundung hinten oberer Bereich4 cm
Saumlänge dazugeben10 cm
Bundlinie/Taille5 cm

Vor dem Nähen clever informieren

Die Schrittnaht ist auch so ein Thema für sich. Eigentlich gar nicht kompliziert, macht es sehr viel aus, wie diese genäht ist. Es kann passieren, dass die Hose nur durch das falsche Zusammensetzen schlecht sitzt. Damit dir das nicht passiert, kannst du dich in diesem Video informieren:

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Starte mit einem einfachen Reißverschluss

Den Reißverschluss in eine Hose einnähen erscheint für viele extrem kompliziert. Hier gibt es zwei Wege, damit du die Furcht davor überwindest.

Du nimmst einen „Nahtverdeckten-Reißverschluss“. Dieser sitzt unsichtbar in der Seitennaht und braucht keinen Untertritt. Das Ganze ist übersichtlicher als der Reißverschluss vorne und deswegen vom Prinzip her leichter zu verstehen. Für die Nähmaschine gibt es ein spezielles Füßchen, womit das Einnähen einfacher geht. Hier kannst du die Anleitung dazu sehen:

Klicke hier

Oder du übst den Reißverschluss für die vordere Mitte erst einmal an einem Probestück. Das ist für den Überblick leichter als an einer ganzen Hose. Außerdem kannst du dies beim Nähen immer wieder herausholen und die Schritte nachvollziehen. Die Anleitung siehst du hier:

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Die Bundhöhe bestimmt die Bundart

Es gibt verschiede Arten einen Hosenbund zu nähen. Damit dieser gut sitzt gibt es bestimmte Regeln.

Der gerade Hosenbund wird einfach aus einem gerade geschnittenen Streifen gearbeitet. Dieser passt sich also nicht der Hüftrundung an und würde bei einer Hose mit tiefsitzendem Bund hinten, oben abstehen. Deshalb sitzt der gerade Hosenbund nur bei Hosen, die in der Taille sitzen, wirklich gut.

Sobald der Bund tiefer sitzt ist ein Formbund schöner. Die Bundstreifen sind so wie die Hose oben gebogen und passen sich genau der Figur an. Er ist damit natürlich aufwändiger, aber es lohnt sich. In dem folgenden Beitrag zeig ich dir, wie der Formbund funktioniert.

Klicke hier, um zu dem Beitrag zu kommen

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